Liebe Lesende, eine neue Ausgabe des Rechtsratgebers flackert auf Ihrem Bildschirm. Wir haben eine Weile gebraucht, um Fälle zu suchen, die eine gewisse Relevanz über den Einzelfall hinaus haben. Aber keine Chance, solche Zuschriften haben uns bis heute nicht erreicht. Vielleicht hilft Ihnen die Lektüre dennoch, und sei es auch nur, um sich besser zu fühlen als die Betroffenen. Die erste Zuschrift erreicht uns aus Feilmersdorf bei Birbach: Hallo, liebe KREM-Redaktion! Mein Mann und ich haben vor 12 Jahren geheiratet. Wir haben uns bei seiner Arbeit kennengelernt, er ist Notar und ich war Praktikantin. Später bin ich in sein Notariat eingestiegen; kurz darauf heirateten wir. Wir waren sehr verliebt. Im Überschwang der Gefühle erteilten wir uns noch am Hochzeitstag gegenseitig unbeschränkte Vollmachten. Wir dachten uns nichts dabei, es war ein gegenseitiger Vertrauensbeweis und natürlich ein großer Spaß! Anfangs machten wir von den Vollmachten keinen Gebrauch; manchmal spielte mir Wenko ...
Das hier ist der Lauf, da sollte man nicht reinschauen, wenn die Waffe geladen ist. Und das sind Bilder von toten Tieren. Das da, jetzt zeigt Welm auf die Wand, ist totes Damwild . Hab ich letztes Frühjahr erlegt, war mein 1000. Abschuss. Junge, war ich da stolz. Man muss immer nach vorne schauen. Immer. Wie viele krieg ich noch? Wird das Jagdrecht bald angepasst? Nachtabschüsse, wie siehts damit aus? Darf man ja nicht, wäre aber eine Möglichkeit. Ich sag nur Schweinepest, afrikanische . Naja, ich habe jetzt Hunger, wollen Sie auch was essen? Gibt Krauteintopf aus der Dose. Während Welm um die Ecke verschwindet, mustere ich den Raum. Er ist klein und vollgestellt mit Krimskrams, unzählige Spielesammlungen, ausgestopfte Tierkörper. An der Wand, die holzvertäfelt ist, hängen Bilder von getötetem Dam- und Schwarzwild . So viel möchte ich an dieser Stelle schon mal sagen: mit selbigen, also dem Schwarzwild, werden wir noch Bekanntschaft machen. Der Teppichboden ist zerlaufen, die al...