Liebe Leser*innen, diese Reportage erreicht uns über unser anonymes Postfach. Es handelt sich offenbar um ein Skript für eine Fernsehreportage. Hoffentlich kommt das beim Lesen auch genauso rüber wie beim Ansehen. Naja. Lesen Sie selbst! Die Nordsee. Gigantische Wassermassen. Und wir mittendrin. Genauer gesagt: Auf der MS Omnibus, einem sogenannten Bergungsschiff. Und ich darf live dabei sein. Eigentlich wäre ich gern auf der „Monster von Gibraltar“ mitgefahren, aber sie wollten mich nicht dabei haben. Die MS Omnibus hat nicht so viele Aufträge wie die Monster von Gibraltar, und deshalb hatte man kein Problem damit, daß ich mitkomme. Die Brücke des 100-Meter-Schiffs. Hier laufen alle Fäden zusammen. Fehler darf sich hier keiner leisten. Kapitän Zwulf Feddersen hat schon einiges erlebt: „Jau, an sich bin ich Quereinsteiger. Ich habe früher aufm Schrottplatz gearbeitet, nich wahr. Aber man wird ja auch älter, und das geht ganz schön auf den Rücken...
Sehr geehrtes lesendes Publikum, leider gibt es heute keinen „richtigen“ Artikel, sondern nur eine kurze Mitteilung seitens der Redaktionsleitung. Der Grund dafür ist ein Vorfall in der Redaktion, der seit heute Morgen für Entsetzen und Trauer beim ganzen Team sorgt. Einen unserer besten Köpfe „hat’s erwischt“. Aus verschiedenen Gründen möchte ich nur ein paar Sätze zu diesem Vorfall schreiben. Heute Morgen, um 8:30 Uhr, versuchte besagter Mitarbeiter in unserem Redaktionswald unseren Hauptrouter, der ausschließlich für die Verarbeitung unserer LeserInnenkommentare zuständig ist, feinzujustieren. Da der Router aber wegen der Ultrakurzwellen, die er aussendet, in großer Höhe in der Baumkrone einer Waldkiefer angebracht ist, musste passieren, was dann auch passierte: Ein Ast, auf dem besagter Mitarbeiter stand, brach, und er stürzte hinab. Allen Erwartungen zum Trotz landete er aber nicht auf dem Waldboden, sondern verschwand. Mehrere MitarbeiterInnen bezeugen diesen Vorgang. Die anfän...