Heinz war eines jener typischen Kriegskinder, die noch ihr Notabitur machen konnten, aber nicht die Möglichkeit besaßen, zu studieren, mangels Geld, mangels Universitäten. Da begann Heinz im Jahr 1948 eine Lehre zum Schriftsetzer und Notenstecher. Nachdem er die Lehre beendet hatte, arbeitete er lange Zeit in diesem Beruf, bis er diesen einen schlimmen Unfall hatte. Er hatte den ganzen Tag das dritte Kapitel eines Romans im Handsatz gesetzt, da bekam er einen Herzinfakt. Er fiel auf die schon gesetzten Lettern und verlor das Bewusstsein. Nach mehreren Stunden wachte er wieder auf – den Infarkt hatte er glücklicherweise überlebt – konnte aber nur graue und silberne Platten sehen, da sein Gesicht auf einem Setzregal lag. Er konnte sich nicht bewegen, er fühlte keine Arme und Beine, lediglich die Zunge schien intakt. Mit dieser schob er hilflos ein paar Os, Ns und Rs vor seinem Gesicht herum, doch das half ihm nicht weiter. Dann donnerte auch noch das übergroße Stempelkissen, von sein...
K: Hallo, Frau Gutsch! G: O, ganz ohne Einführung? K (lügt) : Die ergänzen wir dann im Text. G: Ach so. Dann brauche ich ja nicht zu erwähnen, daß ich staatlich geprüfte und vereidigte Sachverständige für Schwimmbadsicherheit bin? K: Warten Sie doch einfach mal die Fragen ab! G: Okay … Das erscheint jetzt aber nicht im Text, oder? K (lügt) : Nein. G: Gut. Sonst käme ich mir irgendwie … vorgeführt vor. K: Verständlich. Also, erste Frage: Sie sind staatlich geprüfte und vereidigte Sachverständige für Schwimmbadsicherheit, was muß man sich darunter vorstellen? G: Müssen muß man gar nichts. Das Berufsbild umfaßt die anlagentechnische Erfassung und Beprobung schwimmbadtechnischer Geräte. Auf gut Deutsch: Ich prüfe, ob bei der Benutzung schwimmbadtech … also von technischen Geräten im Schwimmbad anlagentechnische Bedenken bestehen. Auch die Vorab-Beprobung auf Benutzbarkeit gehört dazu. K: Was, äh … Wie bitte? G: Soll ich‘s noch mal ...