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Posts mit dem Label "Politik" werden angezeigt.

Das Der KREMagazin – Gewerkschaft der Busfahrer

Zum zehnjährigen Bestehen des KREMs ist Christoph Teusche heute im Gewerkschaftsmilieu unterwegs und spricht mit  Eugén  Kinnfleisch...  Kinnfleisch : Wenn ich Sie hier direkt mal unterbrechen darf … KREMagazin : Jaha, ich weiß, was Sie sagen wollen. Also, nicht im Gewerkschaftsmilieu, sondern einfach in einer Gewerkschaft. Kinnfleisch (grunzt zufrieden) KREMagazin : Genauer gesagt spreche ich heute mit Eugén Kinnfleisch, Hauptsekretär der Gewerkschaft der Busfahrer. Herr Kinnfleisch, zuallererst mal die Frage: Wozu braucht es eine eigene Busfahrer-Gewerkschaft? Kinnfleisch : Da könnte ich Sie ja auch fragen: Wozu braucht es ein Online-Magazin, das nur spärlich Artikel veröffentlicht, deren Wahrheitsgehalt sich jeder Überprüfung entzieht? KREMagazin : Ja, das ist auch eine interessante Frage, auf die ich aber keine Antwort weiß. Wissen Sie eine auf meine? Kinnfleisch : Die Frage ist nicht, warum, sondern warum nicht. KREMagazin : Okay, ich logge das mal als Antwort e...

Der verflixte Stuhlkreis

Es wird ruhig im Saal, als Herr Kaub ans Mikrofon tritt. Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte Sie recht herzlich begrüßen zu unserer Informationsveranstaltung zum Laternenkonzept und freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Bis jetzt hat er abgelesen, jetzt löst er zögerlich den Blick von seinem offensichtlich nur mit Stichworten gespickten Zettel. Beleuchtung ist ein weites Feld – ob blaues oder gelbes Licht, also, das ist ja nicht wirklich blau, sondern … Er bekommt Farbe und starrt wieder auf den Zettel. … oder halt gelb, sondern es gibt – hat halt logischerweise verschiedene Farb … töne. Also … Herzlich willkommen. Können Sie etwas lauter sprechen? Äh … ja, natürlich. Soll ich jetzt … noch mal von vorne … Er sieht blöd ins Publikum. Also: HERZLICH WILLKOMMEN ZUR INFORMATIONSVERANSTALTUNG ZUM LATERNENKONZEPT. Entschuldigen Sie … JA? Ich bin gerade irgendwie unzufrieden mit der Sitzordnung hier im Saal. Das ist mir zu hierarchis...

Schock! Hitler-Gruß jahrelang Standard-Begrüßung unter Radfahrern!

Rolf-Ralf Fingher (48) staunte nicht schlecht, als er für einen Rechercheauftrag das "Berufsständische Begrüßungsverzeichnis" durchforstete. Die vom Bundesinnenministerium  herausgegebene Liste beinhaltet alle Grüße, die Beschäftigte bestimmter Berufszweige entrichten müssen, wenn Sie sich in Berufskleidung begegnen. "Eigentlich wollte ich den Gruß der Trockenbauer rausfinden", sagt der studierte Theologe. "Mir konnte zunächst keiner sagen, wo Sie ist!" Was kaum einer weiß: Es gibt nahezu 800 Begrüßungsformeln, die in den letzten 500 Jahren ihren Weg in die Liste gefunden haben. "Von Aalräucherern bis Zimmermännern ist alles dabei", führt Fingher aus. Seit Jahrzehnten sind jedoch keine neuen Beirufsgruppen hinzugekommen. Bevor Fingher Einblick verlangte, verwaiste die Liste über fünfzehn Jahre. "Mir konnte zunächst keiner sagen, wo sie ist", erinnert sich der Brillenträger (wir reden immer noch von Herrn Fingher). Zum Glück gab es ei...

Das Der KREMagazin – Februar-Ausgabe: Herr Mann

Liebe Leserinnen und Leser, der promovierte Schriftsteller Arno Mann hat ein Buch über Verfassungsrecht und Roboter geschrieben. Klingt sperrig, dachten wir uns, und luden ihn zum Gespräch ein, damit er es uns genauer erklärt. KREMagazin : Herr Mann, schön, daß Sie kommen konnten. MANN : Wie sagt man so schön: mich auch (lacht). KREMagazin : Ja … Kommen wir doch gleich zu Ihrem Buch: „Roboter sind auch nur Menschen oder: Wie das GG wesenunabhängig zu verstehen ist“. Herr Mann, ganz ehrlich, wir wissen nicht so genau, worum es in Ihrem Buch geht. MANN : Dann will ich mal quasi „das Kind mit dem Bade ausschütten“, wie man so schön sagt. In meinem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, um den Verfassungsrang von Roboterrechten und ihr Verhältnis zu Menschenrechten. KREMagazin : Und was heißt das?

Das Der KREMagazin – März-Ausgabe: Afrika in Not

Vor knapp vier Jahren reiste Alexander Radokeit für den Verein „Ärzte verbessern die Welt“ nach Afrika. Es war ein schwerer Schritt für ihn, wie er heute betont. Hätte er damals gewusst, wie sich seine Reise entwickeln würde, wäre er nach eigener Aussage nie weggegangen. Er sollte nach Afrika gehen, um komplizierte Operationen durchzuführen. Er sollte mit seinem so wertvollen Wissen über Virologie vor Ort forschen, er sollte zukünftige Epidemien verhindern. Im September 2011 hatte er sich entschlossen und machte sich bereit für einen mehrjährigen Aufenthalt im fernen Süden. Dass seine Arbeit schon nach fünf Monaten enden sollte, hatte niemand geahnt.

Das Der KREMagazin – Oktober-Ausgabe: Kurioses Urteil

Hoch her ging es gestern bei der Urteilsverkündung des Bundesverwaltungsgerichts (BWerfG) im sogenannten „Erschießungsplatz-Verfahren“ (Az. 30 10 G.19). Nachdem die Meinungen über den Tenor zunächst stark auseinandergingen, haben sich die Wogen mittlerweile einigermaßen geglättet. Der Präsident des Dachverbandes der Kommunalen Verbände, Richard Sonnebihl, spricht von einem „Urteil, das Ausdruck der einem Rechtsstaat immanenten Schizophrenie ist“; anders äußerte sich der Vorsitzende der Gewerkschaft nichtzugelassener Anwälte, Kurt Holst: „Dieses Urteil zeigt einmal mehr, daß das Urteil erst nach einem Urteilsspruch feststeht.“

Das Der KREMagazin – August-Ausgabe: Bettler sein und drüber reden

Ich treffe Adolf 1 – ja, er heißt wirklich Adolf, man stelle es sich vor! 2 – in einer Fußgängerzone in Lyon 3 . Er ist Bettler. Mir stellt er sich jedoch … ach nee, er stellt sich mir als Bettler vor, alles in Ordnung. Wir haben uns verabredet, damit ich ihm einen Tag bei seinem „Beruf“ über die Schulter gucken kann. Er sitzt auf einer Decke neben dem Eingang eines Elektronikfachmarktes. Einen Hut hat er vor sich hingelegt, mit der Öffnung nach oben. Hat etwas Geld hineingesteckt, als Anreiz für die Passanten, wie er mir erklärt. Manch einer wirft etwas hinein, es sind nicht viele, aber am Abend hat Adolf immerhin genug zum Überleben. „Man kommt über die Runden“, meint er.

KREM FRAGT NACH

Die Lage ist ernst: Deutschland steht rhetorisch am Abgrund. Die Griechen wollen unser Geld. Die Koalitionsverhandlungen ziehen sich hin. Und keine Partei hat sich im Wahlkampf zum KREM geäußert, dem anonymen Medium mit Relevanz. Wir haben Vertreter aller Parteien, die wir kennen, in die Redaktion eingeladen, um Tacheles zu reden. Und das sind die Gäste: Siegbert Manzel, CDU, stellvertretender Platzhalter Alois Riesenschauzer, CSU, gletscher- und felsspaltpolitischer Sprecher Peter Pahn, SPD, Oberbürgermeister von Hort (Westfalen) Ahmadine Jakusi-Fürunkel, Grüne, wütendes Mitglied Dagmar Poriza, Linke., Plattform „Faschismus bekämpfen bis zur letzten Patrone“ Rosine Gennewitz-Storch, FDP, Autorin des Buches „Mehr Geld vom Staat? Direktmandat!“ Das Gespräch führen Chefredakteur Christoph Teusche und Gerd von Rehlenhoff.

Wie geht Qualitätsjournalismus? #4: Politik

„Politik fängt im Kopf an.“ Diese schlichte Wahrheit offenbart mehr, als uns lieb ist. Als Yassir Arafat im Juni 1972 vor der Hizb'Allah (Anm. d. Red.: Hisbolla) vom bedingungslosen Bilateralverzicht sprach, wurde seine menschliche Größe und politische Klasse mehr als deutlich. Man kann die politischen Tugenden nicht an einer Hand abzählen (es sind sieben). Man benötigt zwei Hände.