Werte Lesende, in meinem heutigen Ritt ins Blau möchte ich Ihnen eine hochspannende Historikerin vorstellen, die die ausgetrampelten Pfade der Geschichtswissenschaft definitiv verlassen hat. Lange Zeit hat sie auf diesen selbst ordentlich mitgetrampelt, jetzt aber haust sie in einer kleinen Höhle in Georgien. Wer ist diese Historikerin? Wieso ist ihr Werk wert, hier besprochen zu werden? Und was sucht sie in dieser Höhle? Fangen wir vorne an: Ihr Name ist Senke Kaufheuser. Sie wurde 1959 im ostwestfälischen Olfen (Lippe) in eine „bürgerlich-spießige Familie“ geboren – die angeführten wörtlichen Zitate stammen aus ihrem autobiographischen Essay „Mein (Er)Leben. Betrachtungen“, erschienen bei Kampmeier und Ols 2018. Ihre Eltern waren beide vertrieben worden, aus Schlesien und aus Mähren. Der Vater arbeitete beim örtlichen Chemieunternehmen „in der Vulkanisierung“, während ihre Mutter „wie in der Dr.-Oetker-Werbung für Vatti kochen musste“. Es habe etwas mit ihr gemacht, so aufzuwachsen...