Freitag, 30. Januar 2015

Ritt ins Blau – Zwölfter Teil: Armin von Arnim: Der Spaziergänger.

Es klirret und es schneit, der Mann geht langsam weiter,
die Schritte knirschen laut, er blickt auf einen Platz.
Dort fressen Rehe Gras, es brüllet laut der Spatz.
Der Mann sieht sich nicht um, da prescht vorbei ein Reiter

Das Pferd bleibt plötzlich steh‘n, man hört den Reiter fluchen,
die Buche ächzt im Wind, es knarret das Geäst,
der Hase springt geschwind, als er den Bau verläßt.
Es gibt hier viel Getier, man muß es sich nur suchen.

Freitag, 23. Januar 2015

Ein Tag der Gotik



Bernd und Wumpe waren die ersten auf der Baustelle. Halb acht war gerade durch, beide frühstückten, die Sonne strahlte in den Rohbau des Kaufhauses. Die unverputzen Wände wie auch all die anderen unzähligen baustellentypischen Dinge rochen stark nach Unfertigkeit. „Es gibt hier noch viel zu tun!“, hätte über dem Szenario stehen können. Wumpe hatte soeben seine Stinkekäsestulle aufgegessen, da ging er vor die noch eingeschweißte Rolltreppe und stellte mit Entsetzen fest, wie häßlich er den gesamten Bau doch fand. Bernd verstand das nicht. Bernd verstand selten etwas.
„Wieso häßlich?“, fragte er.
„Naja, guck dir das doch mal alles an. Das sieht hier doch total nach Plastikschrott aus“, erwiderte Wumpe.

Samstag, 17. Januar 2015

Gespräch zwischen fünf Menschen















Sie trafen sich im Wartesaal eines Krankenhauses. Ihnen gemein war, daß sie alle Angehörige hatten, die gerade nicht besucht werden konnten, weil sie
a) eine Operation hatten oder
b) gefüttert/gewaschen wurden.

Als sie eine Weile gewartet hatten, begannen sie ein Gespräch, denn was gab es anderes zu tun? Sie stellten sich einander als Helmut, Richard, Berthold, Ines und Monika vor.
Helmut erzählte, er sei Zugbegleiter. Richard erwies sich als Pfarrer, Berthold war in der Werbung, Ines gab als Beruf Ärztin an und Monika arbeitete als Lehrerin. Zwischen ihnen entspann sich ein lebhaftes Gespräch. Lauschen wir mal!