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Posts

Es werden Posts vom 2015 angezeigt.

Pressemitteilung

Christoph Teusche aus Untersuchungshaft entlassen
Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Heinz-Hans Woldt. Ich bin der Strafverteidiger von Christoph Teusche. Mein Mandant hat mich bevollmächtigt, die Ereignisse der letzten Monate darzustellen.
Wie Sie ja bereits wissen, war Herrn Teusche und anderen Mitarbeitern der Online-Publikation DER KREM die Einreise nach Deutschland verwehrt. Dabei handelte es sich um einen groben Amtsverstoß eines einzelnen Mitarbeiters der Bundespolizei, auf den wir hier nicht näher eingehen können (das Verfahren gegen Herbert Klug1 schwebt noch). Sie mußten dort sehr lange ausharren, da der Fehler lange Zeit unentdeckt blieb. Einige Zeit später wurden Sie dann nach Rußland ausgewiesen – es war das Land, aus dem sie eingereist waren. Dort wurden sie gezwungen, politisches Asyl zu beantragen, was öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet wurde (es ist Ihnen sicher bereits aus Funk und Fernsehen bekannt). Bei der Bearbeitung der Asylpapiere stießen die Mit…

Gruesse der Redaktion

Liebe Leser_*Innen und Leser,

wir melden uns hier aus dem Transitbereich des Flughafens Heringsdorf (Deutschland). Die Redaktion wollte an die Ostsee fliegen fuer eine Recherche ueber ein wichtiges Thema (Betriebsferien). Der guenstigste Flug ging ueber St. Petersburg. Leider sind waehrend des Fluges alle unsere Personalausweise ungueltig geworden (wir hatten sie damals alle gemeinsam beantragt). Daher wurde uns in Deutschland die Einreise verwehrt. Nun sitzen wir hier mit Blick auf die Ostsee und duerfen nicht raus, und das bei dem tollen Wetter! Momentan ist die Konsularabteilung in Schwerin mit der Deutschen Botschaft in Moskau im Gespraech, um unsere Einreise zu ermoeglichen. Evtl. koennen wir ein Touristenvisum erhalten, um unsere Personalausweise in Deutschland verlaengern zu lassen. Wir muessen die Antraege allerdings in russischer Sprache stellen. Daher unsere Bitte:

Ritt ins Blau – dreizehnter Teil: Junia Brannt: Vokalgedicht

Ich bin so stolz: Meine Enkelin hat ihr erstes Gedicht geschrieben! Sie wird im Juni (daher der Name) 18. In Ihrer Abiturprüfung sollte sie ein Gedicht analysieren, und da sie, mit der Aufgabe völlig unterfordert, schnell fertig war, konnte sie nebenbei noch etwas eigenes kreieren. Das ist meine Enkelin! Ich will sie jetzt gar nicht weiter stören, lesen Sie lieber das Gedicht! Wie Ihnen vielleicht auffällt, fangen alle Wörter mit einem Selbstlaut (Vokal) an. Und nicht nur das: In einer Reihe sind auch noch alle Anfangsbuchstaben gleich! Aber jetzt wirklich Schluß mit dem Geschreibe. Manege frei für Junia!

Pressemitteilung

DER KREM – für die Zielgruppe!
Liebe Leser_innen, Leser, Lesende und Leserinnen, es ist so weit: wir haben (erstmals) keine Kosten und Mühen gescheut und eine neues Layout „gebastelt“. Schon vor einem Monat hat der KREM in einer Nacht-Und-Nebel-Aktion die Umstrukturierung begonnen. Sie finden die Schlagworte nun übersichtlich oben angeordnet, während sie vorher irgendwo an der Seite zu finden waren (es waren auch zu viele!). Außerdem finden Sie jetzt die „beliebtesten“ Artikel direkt seitlich neben dem Text (da, wo vorher die Schlagworte waren). Die Absatzvorschau ermöglicht es Ihnen, blöde Texte einfach zu überspringen, ohne weit nach unten „scrollen“ zu müssen. Sie sehen – für Sie als Leser gibt es nur Vorteile: mehr Übersichtlichkeit weniger Unübersichtlichkeit (vermutlich) gleichbleibende Qualität (unabhängig vom Layout)

KREMolino #1: Wie funktioniert eine Redaktion?

Liebe KREM-Kinder! Mein Name ist Joachim Wangenschütz-Rudolf-Ganze, oder kurz einfach „J“. Ich bin ab jetzt der Kinderjournalist des KREM. Das bedeutet, ich bin ein Erwachsener, der für Kinder schreibt, also für euch! Ich habe euch außerdem meinen Neffen Wotan mitgebracht. Wotan hat sich in der Redaktion des KREM mal umgesehen und auf meinem Computer einen Text geschrieben über seine Erlebnisse.

Die Mär vom Steuer-Mann (6/6)

Der König tobte vor Wut, mußte sich aber den Gegebenheiten stellen. Sie fanden sich allesamt in der Zelle wieder, in der Joachim schon einmal allein gesessen hatte. Niedergeschlagen erwarteten Sie ihre Hinrichtung. Eines Tages kam eine Wache an ihre Zelle. „Hee, Fremdling aus der Zukunft! Steh auf!“ Joachim stand auf. „Hat Hieronymus von Dessau repariert. Er richtet tröstliche Grüße aus.“ „Wer ist denn Hieronymus von Dessau? Ach, „der Weise“, ich verstehe! Dankt ihm sehr, werter Wärter!“ Die Wache zog ab. In dem Moment begann Viktoria Luise Gustebine Adolfine, die jedoch im Zellenjargon nur „Vicky“ genannt wurde, jämmerlich zu weinen. „Gräm dich nicht, Herzblatt, ich habe eine Lösung für unsere mißliche Lage!“ „Du bist wahrlich der weiseste Mensch, den ich je kennengelernt habe. Wie lautet deine Lösung?“ - „Was mir der weise Hieronymus gerade hat bringen lassen, ist der Mechanismus, mit dem meine Zeitmaschine uns in die Gegenwart zurückholt. Ihr müßt mich nur anfassen, während ich ih…

Ein gefälschtes Bild kommt allein

Ein Maler, der als Kunstfälscher bekannt geworden war, besuchte eine reiche Frau, mit der ihn eine lange Freundschaft verband, erstmals auf ihrem Anwesen. Nachdem sie ihm den Landsitz gezeigt hatte, sagte er zu ihr: „Monika, stell dir vor, bei dem Rundgang habe ich eines meiner früheren Werke entdeckt. Jedoch, du mußt es mir nachsehen, kann ich unter keinen Umständen verraten, welches Bild es ist.“ Die reiche Frau sah ihn an und zuckte mit den Schultern: „Ich hatte mir sowieso gedacht, daß unter meinen Gemälden eine Fälschung ist. Weißt du, ich will es gar nicht wissen. Danke, daß du mich besucht hast. Ich geleite dich noch zur Tür.“

Das Der KREMagazin – März-Ausgabe: Afrika in Not

Vor knapp vier Jahren reiste Alexander Radokeit für den Verein „Ärzte verbessern die Welt“ nach Afrika. Es war ein schwerer Schritt für ihn, wie er heute betont. Hätte er damals gewusst, wie sich seine Reise entwickeln würde, wäre er nach eigener Aussage nie weggegangen. Er sollte nach Afrika gehen, um komplizierte Operationen durchzuführen. Er sollte mit seinem so wertvollen Wissen über Virologie vor Ort forschen, er sollte zukünftige Epidemien verhindern. Im September 2011 hatte er sich entschlossen und machte sich bereit für einen mehrjährigen Aufenthalt im fernen Süden. Dass seine Arbeit schon nach fünf Monaten enden sollte, hatte niemand geahnt.

Zwei Jahre DER KREM

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder!
Es ist mir – davon bin ich überzeugt – eine Ehre, heute hier an meinem Computer zu sitzen und Ihnen diese Rede zu schreiben. Als technikaffiner Akademiker mit Do-it-yourself-Mentalität stehe ich dem Internet offen gegenüber. Mehr noch: Als Mensch ohne Migrationshintergrund bin ich (auch fachlich) interessiert, wie Informationsströme Grenzen überwinden und dabei soziale Prozesse auslösen. Damit nicht genug: Als besorgter Bürger mache ich mir Sorgen um unsere Sicherheit. Praktisch: Als gelernter Hubschrauberpilot kann ich Hubschrauber fliegen. Heute aber spreche ich zu Ihnen als der Techniksoziologe, der sich mit Leib und Seele der Techniksoziologie verschrieben hat. Gestatten, mein Name ist Kiter Verbel.

Physik

„Man Moritz, erzähl' doch nicht immer so einen Unsinn! Als ob du mit 'ner normalen Spielplatz-Schaukel einen Überschlag gemacht hättest. Das ist so kraß unrealistisch.“ „Wetten, daß doch...“ „Niemals … never-ever … kein Mensch hat das jemals geschafft, das geht wegen der Physik einfach nicht.“ „Warum bist du da so kraß sicher, Fridolin? „Weil man von alleine gar nicht so viel Schwung bekommen kann, daß man das schafft. Petrick hat auch mal erzählt, daß ein Freund von seinem großen Bruder das geschafft hat – angeblich – aber er hat natürlich keine Beweise. Weil das nämlich nicht geht.“

Ich schenk' dir einen Stern

„Frohe Weihnachten, Sübille!“ „Frohe Weihnachten, Markus!“ Markus und Sübille lagen sich in den Armen. Sie hatten gerade beschert. Sübille hatte von Markus eine wertvolle Nähmaschine aus dem Familien-Fundus bekommen. Sie war darüber augenscheinlich erfreut gewesen. Natürlich wußte Markus, daß Sübille was am Nähen lag, sonst hätte er ihr dieses Familienerbstück mit hohem ideellen Wert nicht geschenkt. Markus konnte man als das bezeichnen, was manche einen „perfekten Schenker“ nennen würden. Das war an der oft positiv-überschwenglichen Reaktion der Beschenkten ablesbar. Was Sübille anging, lagen die Dinge nicht anders. Sie war sehr empathisch und konnte den Menschen die Wünsche von den Augen ablesen. Sie hatte Markus einen Stern geschenkt. „Er heißt Markus987, wegen deiner Lieblingszahl 987!“

KREMige Großprojekte für das Jahr 2015

Liebe Leser,
dieses Jahr wird sich einiges verändern beim KREM. Natürlich nicht alles, es werden weiterhin wöchentlich Artikel erscheinen, auch die Qualität dieser wird auf gewohnt hohem Niveau bleiben. Doch wir von der Redaktion haben nach nunmehr anderthalbjähriger Online-Arbeit festgestellt, dass DER KREM mehr ist, als nur ein Premium-Online-Magazin. DER KREM ist eine neue, eine wegweisende Form von Journalismus, die in ihrer Methode so einzigartig ist, daß sie gelehrt werden sollte. Friedemann, Aygül, Justus und ich haben deshalb schon seit Beginn letzten Jahres intensiv an der Konzeption und dem Inhalt möglicher Lehrpläne gearbeitet, sodass wir heute eine solide Struktur vorweisen können, mit der KREMiger Journalismus auf sinnvolle Weise unterrichtet werden kann. Soll heißen: Im Juni 2015 wird die erste (und wahrscheinlich auch letzte) Die DER-KREM-Journalistenschule (DDKJ) ihre Pforten öffnen, um wissbegierige, motivierte und vor allem angehende Journalisten aufnehmen zu können…

Die Mär vom Steuer-Mann (5/6)

Also machte sich Joachim an die Arbeit. Er berechnete, er schickte Schätzer durch das Land, die das Volk zählen und Besitzstände erfassen sollten, er fertigte Lohnverteilungskurven und viele weitere Diagramme an, und nicht zuletzt dachte er an die Öffentlichkeitsarbeit. Marktschreier wurden engagiert, um den Menschen das Steuersystem zu erklären. Eines Tages machte dem König der Herzog von Jerichow die Aufwartung. Der Diener kündigte ihn, wie üblich bei Besuchern dieses Ranges auf französisch, an. „Votre Majesté, Son Altesse le duc Treuchtemil de Jerichó!“ „Eure Majestät, wie jugendlich Euer Antlitz dieser Tage wieder ist! Man könnte meinen, Ihr würdet nicht älter, sondern, einem Zauberwesen gleich, verjüngtet Ihr euch zu jedem Tag, jeder Stunde, jeder Minute ...“ „Herzog Treuchtemil, welch seltene Ehre! Was führt Euch zu mir?“

Ein Referat vorbereiten

Wan Ling saß auf der Veranda der alten Holzhütte und betrachtete seinen frisch eingegossenen O-Saft. Er fuhr mit seinem Zeigefinger auf dem Rand des vollen Glases entlang und lauschte dem hieraus entstehenden fiependen Geräusch. Sein Gesicht stütze er auf seine andere, noch freie Hand. Er säuselte etwas vor sich hin, als sein Kumpel Quing-Len im zur Hütte gehörenden Garten auftauchte. „Wan“, rief dieser und winkte „Wan, huhu, ich bin's, Quing-Len, es tut mir leid, dass es so spät geworden ist!“ Wan stand auf, trank sein Glas leer und lief zu Quing-Len. „Mensch, du, schön dass du da bist. Ist echt nicht schlimm mit der Verspätung. Passiert halt, ne?“ Quing-Len lachte, „du bist wirklich locker drauf, das ist richtig cool von dir. Ich hab aber trotzdem eine Entschuldigung.“ Wan Ling grinste Quing-Len an, „ach, weißt du, ist wirklich kein Problem! Komm, setz dich zu mir, lass uns ein bisschen schnacken. Außerdem habe ich den ganzen Morgen Orangen ausgepresst, weshalb ich dir mit Fre…

Ritt ins Blau – Zwölfter Teil: Armin von Arnim: Der Spaziergänger.

Es klirret und es schneit, der Mann geht langsam weiter,
die Schritte knirschen laut, er blickt auf einen Platz. Dort fressen Rehe Gras, es brüllet laut der Spatz. Der Mann sieht sich nicht um, da prescht vorbei ein Reiter
Das Pferd bleibt plötzlich steh‘n, man hört den Reiter fluchen, die Buche ächzt im Wind, es knarret das Geäst, der Hase springt geschwind, als er den Bau verläßt. Es gibt hier viel Getier, man muß es sich nur suchen.

Ein Tag der Gotik

Bernd und Wumpe waren die ersten auf der Baustelle. Halb acht war gerade durch, beide frühstückten, die Sonne strahlte in den Rohbau des Kaufhauses. Die unverputzen Wände wie auch all die anderen unzähligen baustellentypischen Dinge rochen stark nach Unfertigkeit. „Es gibt hier noch viel zu tun!“, hätte über dem Szenario stehen können. Wumpe hatte soeben seine Stinkekäsestulle aufgegessen, da ging er vor die noch eingeschweißte Rolltreppe und stellte mit Entsetzen fest, wie häßlich er den gesamten Bau doch fand. Bernd verstand das nicht. Bernd verstand selten etwas. „Wieso häßlich?“, fragte er. „Naja, guck dir das doch mal alles an. Das sieht hier doch total nach Plastikschrott aus“, erwiderte Wumpe.