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Posts

Es werden Posts vom 2014 angezeigt.

An die Leserschaft

Es muss endlich Klartext geredet werden – mein Name ist Rüdiger Fahrenschon.
In einer eilig einberufenen Konferenz mit allen KREM-Redaktionsmitgliedern, die wir am 27. Dezember abgehalten haben, musste Grundsätzliches geklärt werden. Nachdem Christoph und ich uns im Sommer zerworfen haben und seitdem keine konstruktive Zusammenarbeit in der Chefetage mehr möglich war, sollte erörtert werden, wie die Zukunft des KREMs aussehen wird. Nach stundenlangen Diskussionen kristallisierten sich sechs Punkte heraus, die äußerst kontrovers besprochen und in keiner Weise abschließend geklärt wurden.

Weihnachtsgruß

Liebe Leser-/_Innen und Leser,
das Jahr neigt sich seinem Ende zu, zunächst aber kommt die Redaktionstätigkeit zum Erliegen. Es war ein langes Jahr (365 Tage), in dem wir viel erlebt haben. Besonders hervorzuheben ist hierbei natürlich unsere mehrmonatige Betriebsreise, die uns in exotische Gefilde führten. Wegen mehrerer anhängiger Rechtsstreitigkeiten kann ich zu dem Inhalt der Reise leider nichts sagen. Das ist auch der Grund, warum sich unsere Reise bisher nich in Inhalt niedergeschlagen hat. Nur so viel:

Ritt ins Blau – Elfter Teil: Der große Szuszej Klajderszrank

Verehrte Leserschaft,
vergangene Woche ist einer meiner besten Freunde verstorben. Ich bin tiefer Trauer. Mehr noch bin ich aber tiefer Dankbarkeit und größter Freude. Denn wird mir jetzt erst klar, daß das, was ich mit ihm verloren habe, durch nichts zu ersetzen ist. Wer empfände nun bei einer solchen Erkenntnis über die Qualität eines Freundes nicht Glück, ja geradezu Heiterkeit? Ähnlich wie bei Ordham Schulze, von dem ich an dieser Stelle schon schrieb, prägt mich das Werk meines verstorbenen Freundes in vielerlei Hinsicht.

Die Mär vom Steuer-Mann (4/6)

Gesagt, getan. Der Weise konnte es kaum erwarten, einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Weisen seiner Zeit zu erlangen. „Was ist es, was Ihr uns verraten wollt? Etwa das Problem der Primzahlen? Oder etwas aus dem Bereich der Differentialgeometrie?“ „Nein, verehrter Herr, es geht um etwas anderes. Laut Paolo Ruffini, der in sechs Jahren geboren werden wird, sowie dem in 43 Jahren zur Welt kommenden Niels Henrik Abel, kann eine allgemeine Polynomgleichung fünften oder höheren Grades nicht durch Radikale – d. h. Wurzelausdrücke – ...“ Der Weise sah ihn unwirsch an: „Als ob ich nicht en detail darüber in Kenntnis darüber wäre, worum es sich bei Radikalen handelt!“ - „Natürlich, verzeiht! Es kann also eine allgemeine Polynomgleichung fünften oder höheren Grades nicht durch Radikale aufgelöst werden. Bevor ihr fragt“, kam Joachim dem Weisen zuvor, „beweisen läßt sich dieser sogenannte „Satz von Abel-Ruffini“, indem zwei Punkte gezeigt werden:

Der Kopf

Byrood hatte sich seine Kopfhaut ausgezogen. Er wollte „dynamisch fleischig“ daherkommen. Jetzt kam dieses Schreiben vom Verwaltungsapparat, er sollte am Montag in die Schyperbiusstraße kommen, hier war eine Zweigstelle des Amtes, das er aufsuchen sollte. Er war wahnsinnig aufgeregt. Er musste ja U-Bahn fahren, um zu dem Termin kommen zu können. Aber wie würden die Menschen in der Bahn auf seinen komplett entblößten Kopf reagieren. Das Wochenende war ein Horror, er konnte nicht schlafen und nicht essen. Am Sonntag Abend las er ein Buch mit dem Titel „Der Kopf “, dann schlief er ein.

Ritt ins Blau – Zehnter Teil: Roger Kittel: Hänsel und Gretel (bis auf weiteres)

Roger Kittel ist ja zurzeit in aller Munde. Nicht nur, daß seine mittlerweile als Bestseller zu betrachtenden literarischen Erzeugnisse die Kritiker in ungeahnter Einigkeit zu Lobeshymnen animieren, nein, Herr Kittel erweist sich als ein ungewöhnlich vielseitiger Autor. Dies zeigt sich auch im Hinblick auf die literarischen Gattungen, die er bedient: Von der Kurzgeschichte über den Kriminalroman zurück zur Kurzgeschichte hat er bereits alle Register gezogen. Dabei wird oft vergessen, wie das „erwachsen gewordene Nachwuchstalent“ (Wilhelm Brannt) angefangen hat.

In einem Leuchtturm, Teil X

Sie nahmen Kurs auf eine westfriesische Insel. Dort wohnte der Auftraggeber. Er hieß Henk. Das ist ein westfriesischer Name. Michael sah die Männer die Kisten von Bord bringen. Henk sah er nicht. Es waren viele Kisten, sie mußten wohl an mehreren Orten gewesen sein, denn das konnte unmöglich alles aus der Junkers kommen, die er für einen Felsen gehalten hatte. „Deine Reise ist hier zu Ende“, meinte plötzlich ein weiterer unbekannter Uniformierter zu ihm. „Aber … ich verstehe nicht. Sie meinten doch, Sie würden mich nach Hause bringen.“ „Hör zu, Junge, von hier aus ist es nicht weit zu deinem Leuchtturm, aber wir können nicht dorthin fahren.“ „Warum nicht?“ - „Nun, zuerst einmal gibt es in Deutschland zu viele Nazis.“ „Aber …“

Die Hochzeit, die bombardiert werden sollte, oder Wie im Geschichtentitel schon alles verraten wird

Umm' Ruqayyah Wahshiyah Bint Muhammad, genannt Umm' Ruqayyah Wahshiyah Bint Muhammad, betrat die Tür. Die Soldaten guckten entsetzt. Was sie gerade gesagt hatte, war der Grund dafür. Doch von Anfang an. Obwohl, an sich ist das der Anfang. Sie sagte folgendes: „Bitte bombardieren Sie die Hochzeit meiner Tochter!“1 Die Soldaten guckten entsetzt. „Wie sind Sie hier überhaupt reingekommen?“, fragte sie der diensthabende Oberst. „Spielt das eine Rolle?“, fragte sie ungewöhnlich selbstbewußt. „Naja ...“ „Ach, jetzt sind Sie ja schon mal da“, sprach der Feldwebel in Amtsanmaßung, „setzen Sie sich und trinken Sie eine Tasse Tee mit uns.“ „Gern“, sprach Wahshiyah. Die amerikanischen Soldaten gaben der afghanischen Frau Tee.

Pressemitteilung

Liebe Leser_Innen,
heute wird leider kein neuer KREM erscheinen können, denn die gesamte Redaktion des DER KREM hat etwas großes zu feiern! Unsere liebe Volontärin Johanna Wangenschütz und unser dauerhaft unbeschäftiger Mann für den Abo-Service, Joachim Ganze-Rudolf, geben sich unter Anwesenheit aller KREM-Mitarbeiter in der St. Marenius Kapelle in Ober-Pugnitz (Mark) das „Ja-Wort“.

Das Der KREMagazin – Oktober-Ausgabe: Kurioses Urteil

Hoch her ging es gestern bei der Urteilsverkündung des Bundesverwaltungsgerichts (BWerfG) im sogenannten „Erschießungsplatz-Verfahren“. Nachdem die Meinungen über den Tenor zunächst stark auseinandergingen, haben sich die Wogen mittlerweile einigermaßen geglättet. Der Präsident des Dachverbandes der Kommunalen Verbände, Richard Sonnebihl, spricht von einem „Urteil, das Ausdruck der einem Rechtsstaat immanenten Schizophrenie ist“; anders äußerte sich der Vorsitzende der Gewerkschaft nichtzugelassener Anwälte, Kurt Holst: „Dieses Urteil zeigt einmal mehr, daß das Urteil erst nach einem Urteilsspruch feststeht.“

Der finnische Ziegel – Liian pehmeä

Wir befinden uns im Norden Finnlands. Es ist ein herrlicher Sommertag, der Himmel ist blau, fluffige Schönwetterwolken wandern am Horizont entlang.
„Aakki, ich habe dir doch gesagt, dass ich noch 75 Ziegel brauche, sonst wird die Palette nicht voll! Hast du mir überhaupt zugehört? „Ja Eeni, natürlich habe ich dir zugehört, aber Huonnuinen hat mich abgelenkt, entschuldige.“ „Jaja, 'entschuldige' … das geht so nicht, du bekommst deine 780 Finmark nicht, wenn du nicht richtig arbeitest! Geh und hol' die Ziegel, gemeinsam mit Huonnuinen, aber husch!“

Die Mär vom Steuer-Mann (3/6)

„Tritt vor, Joachim!“, befahl der König. Joachim stand auf, und begab sich zu der Stelle, an der die anderen Leute gestanden hatten. Er vermied es, den König anzusehen, stattdessen hielt er den Kopf leicht gebeugt. „Du bist also aus der Zukunft?“, fragte der König. Joachim bekam weiche Knie. „Ähm … Es … Also …“ „Hast du eine Geisteskrankheit? Ist dir die Zunge gelähmt?“ „Äh … Nein! Ich … bin aus der Zukunft!“

Im Augenzentrum

„Mavvper? Das soll Ihr Vorname sein? Mavvper Weinstein? Ich will ja nichts sagen aber ich habe noch nie so einen komischen Vornamen gehört.“ „Tja, fragen Sie meine Eltern, was das sollte. Ich finde den Namen auch etwas unglücklich gewählt. Bitte lassen sie uns nicht weiter drüber sprechen, gut?“ „Okay, lassen wir das, Herr Weinstein. Sagen Sie, warum sind Sie hier?“ „Hier, schauen Sie, das ist die Überweisung von meinem Hausarzt Dr. Kleinemjuock...“ „Kleinemjuock? Oh Mann, das ist ja schon wieder so ein komischer Name. Können Sie mir spaßeshalber noch den Vornamen von Ihrem Arzt nennen? Warten Sie, er heißt bestimmt „Pattequät“ oder „Reügjeè“ „Da muss ich Sie enttäuschen, er heißt Peter, ganz einfach Peter.“