Direkt zum Hauptbereich

Der KREM zeigt klare Kante!

Die gestrige Bundestagswahl ist zweifelsohne eine Erdrutschwahl. Während so manche Partei mit altbekannten Gesichtern wie ein Dickmann langsam in der Mittagssonne zerläuft, feiern Politikneulinge satte und saftige Gewinne – das politische Berlin steht Kopf! Da ist es wichtiger denn je, dass alle diskursbestimmenden Meinungsmedien Stellung beziehen. Für Der KREM bedeutet das: Gesicht zeigen. Doch das genügt nicht. Die gesamte Redaktion von Der KREM ist sich darin einig, dass eine symbolische Aktion hier und heute ein Zeichen setzen muss. Am 30. November wollen wir deshalb mithilfe unserer großartigen, ja monströsen Leserschaft, eine Menschenkette bilden. Unter dem Motto „Hand in Hand“ werden wir alle zusammen Farbe bekennen. Diese ausgekaute Floskel nehmen jedoch wir mehr als ernst: Wir wollen ein buntes Fest veranstalten, bei dem jede Farbe hell erstrahlen soll. Wo die Farbskala aufhört, fangen wir an. Deshalb bitten wir euch alle: Kommt! Egal ob groß oder klein, ob arm oder reich, egal ob ihr kommen könnt oder nicht!

Da wir die Aktion zurzeit als politische Demonstration bei der Polizei anmelden, können wir euch genaue Einzelheiten zum Veranstaltungsort und dem Zeitpunkt des Beginns noch nicht mitteilen. Fest steht jedoch, dass wir die Menschenkette zumindest teilweise im Zickzack über eine Autobahn verlaufen lassen wollen. Die Polizei hat bereits durchblicken lassen, dass sie diese „arg merkwürdige Forderung“ einer besonderen Prüfung unterziehen wird. Wir sind, ganz gleich, was die Polizei davon auch halten mag, der Meinung: Mehr Gesicht zeigen geht nicht. Da müsste man schon, um dieses Bild auf unangenehme Weise auszureizen, zusätzlich den Naseninhalt hervorholen, um noch eindeutiger zu werden. Vielleicht werden wir durch unsere Menschenkette genau über solche Themen Debatten anstoßen. Wir sind überhaupt der Meinung, dass sich die Aktion schon lohnt, wenn sich allein eine Person die schlichte Frage stellt: Was soll das eigentlich?

Kommt zahlreich und seid laut und bunt! Wir zählen auf euch!

Euer (ungewohnt politischer) Der KREM  

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Kann man da auch seine Haustiere mitbringen? Ich hab keins. Ich frag' nur für 'nen Freund, der auch keins hat.

LG Arfst Jensen
Prollon Maksimo hat gesagt…
Hey, du solltest doch meinen Namen nicht verraten. Ein toller Freund bist du!
Servil Musterfa hat gesagt…
Sehr geehrte KREM-Redaktion,

ic hätte noch ein paar Gesichter (von früher) zum Zeigen. Brauchen Sie die? Wie ist denn Ihre Anschrift? Ich könnte si Ihnen schicken.

Hochachtungsvoll
Musterfa
Maria Gutbrecht hat gesagt…
@Mustafa: Creepy :/
Heins Meizer hat gesagt…
Ich will hier mal was Grundsätzliches sagen:

Wo ist denn die Menschenkette? Und warum? Welche Farben sind erlaubt? (Ich mag grau.)

In der Hoffnung auf eine Antwort
Heins M.
Anonym hat gesagt…
Kann man auch Transparente mitbringen?
Christoph Teusche hat gesagt…
Lieber/s Anonym,
bringen Sie gern Transparente mit! Wir basteln auch gerade an einem asphaltfarbenen Schild mit Autobahn-Optik, auf dem man den weiteren Verlauf der Autobahn sieht, als "optische Täuschung" für die Autofahrer!
Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…
@Heins Meizer: Gute Frage, wirklich.
@Anonym: Nein, Transparente sind eher unerwünscht, da man sich ja dann nicht mehr an den Händen (es soll ja eine Menschenkette sein) anfassen kann. Aber ich kann Sie beruhigen, wir werden eine Mülltonne aufstellen, wo Sie Ihre Transparente, Plakate etc. problemlos entsorgen können.

Gruß, die Redaktion
Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…
@Christoph: Wir sollten etwas einheitlicher antworten, sonst verunsichert das unseren schon an der Schwelle zum Wahnsinn stehenden Leser.
Christoph Teusche hat gesagt…
Oh Mann! Wozu habe ich denn wochen-, ja tagelang an meinem Autobahntransparent gebastelt und dabei alle Chefredakteurs-Pflichten hintangestellt? Ich dachte, „Hand in Hand“ war nur ein Motto!
Arno Nyhm hat gesagt…
oh man christof du sack jetz habe ich schon drei plakate gemacht toll was mache ich jetz damit?
Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…
@Christoph: Entschuldige, ich war gerade betrunken. Es war der Alkohol, der diesen Text schrieb.
@Alle: In der Tat basteln wir gerade selbst an einem Schild, somit sollte das auch keinem Besucher unserer Menschenkette verboten sein. Bringen Sie mit, was Sie haben, gerne auch Möbel. Für den Fall, dass Sie das dann doch noch spontan entsorgen wollen, stellen wir große eiserne Müllcontainer auf.
Arno Nyhm hat gesagt…
wobei wen ich es recht bedenke da stehen ganz sinnvolle sachen drauf:

1. plakat: ernährungspyramide
2. plakat: verwaltungsaufbau deutschland
3. alle adressen der kremredaktion (einfach googlen, leute!)
Anonym hat gesagt…
hääääää? was denn nu?
Christoph Teusche hat gesagt…
Oh, daran hätte ich auch Interesse, vor allem an dem dritten. Für die Personalakten.
Maria Gutbrecht hat gesagt…
Hey Leutz, ich habe jetzt noch ne 6000-Köpfige Flashmob-Gruppe organisiert, die auch gerne was beisteuern möchte
Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…
Ich gehe wieder ins Bett.
Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…
Ich bin gar nicht mehr müde. Außerdem habe ich Großartiges zu verkünden. Eben habe ich von der Polizei die Mitteilung erhalten, dass unsere Menschenkette genehmigt wird. Außerdem dürfen wir tatsächlich am 30. November auf einem Autobahnabschnitt, nämlich auf der A381 zwischen dem Kreuz Freibeck-Nord und dem Rasthof Trettin zwischen 15 und 18 Uhr unsere Demo abhalten.
Christoph Teusche hat gesagt…
Juhu! Das wird denke ich Schule machen! War eine tolle Idee, Rüdiger!

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Gitarre

Am 17.02.2011 ging Walther Benarsky in Sölden zu dem Gitarrenbauer Franz Merten. Benarsky betrat den Laden, schaute sich ein wenig um, freute sich und schritt sodann zum Verkaufstresen: „Guten Tag, mein Name ist Benarsky, wir hatten telefoniert.“ Darauf der Gitarrenbauer: „Benarsky, Benarsky, genau, Benarsky! Tut mir leid, ich war gedanklich noch woanders. Genau, ich hole gleich mal ihre Gitarre, sie ist tatsächlich erst gestern Abend fertig geworden. Aber schön ist sie.“ Sodann verschwand er in einen kleinen Hinterraum. Er pfiff fröhlich die Melodie des Horst-Wessel-Liedes.

Zwei Jahre DER KREM

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder!
Es ist mir – davon bin ich überzeugt – eine Ehre, heute hier an meinem Computer zu sitzen und Ihnen diese Rede zu schreiben. Als technikaffiner Akademiker mit Do-it-yourself-Mentalität stehe ich dem Internet offen gegenüber. Mehr noch: Als Mensch ohne Migrationshintergrund bin ich (auch fachlich) interessiert, wie Informationsströme Grenzen überwinden und dabei soziale Prozesse auslösen. Damit nicht genug: Als besorgter Bürger mache ich mir Sorgen um unsere Sicherheit. Praktisch: Als gelernter Hubschrauberpilot kann ich Hubschrauber fliegen. Heute aber spreche ich zu Ihnen als der Techniksoziologe, der sich mit Leib und Seele der Techniksoziologie verschrieben hat. Gestatten, mein Name ist Kiter Verbel.

Ein Tag der Gotik

Bernd und Wumpe waren die ersten auf der Baustelle. Halb acht war gerade durch, beide frühstückten, die Sonne strahlte in den Rohbau des Kaufhauses. Die unverputzen Wände wie auch all die anderen unzähligen baustellentypischen Dinge rochen stark nach Unfertigkeit. „Es gibt hier noch viel zu tun!“, hätte über dem Szenario stehen können. Wumpe hatte soeben seine Stinkekäsestulle aufgegessen, da ging er vor die noch eingeschweißte Rolltreppe und stellte mit Entsetzen fest, wie häßlich er den gesamten Bau doch fand. Bernd verstand das nicht. Bernd verstand selten etwas. „Wieso häßlich?“, fragte er. „Naja, guck dir das doch mal alles an. Das sieht hier doch total nach Plastikschrott aus“, erwiderte Wumpe.