Freitag, 13. September 2013

Der Leichenhof

Kasimir lief mit dem Spaten in der Hand den Weg über den Friedhof entlang. Es war sehr heiß an diesem hochsommerlichen 14. Juli 1991. Die Sonne brannte erbarmungslos auf der Haut. Jeder Schritt war eine Qual. Zum Glück hatte Kasimirs Mama zwei Flaschen Wasser mitgenommen. Am Grab angekommen warf er den Spaten neben sich. Uwerkja, seine Mama, war gut. Nachdem der Spaten wieder aufgehoben wurde, von einem Dritten, verschwand Kasimir.
Das gefiel Uwerkja gar nicht: „Kasimir, wo bist du? Ich suche dich, aber ich kann dich nicht sehen? Hast du dich verzogen? Komm wieder her. Ich habe Wasser dabei, falls es dich dürstet.“ Uwerkja war verzweifelt: „Kasimir, wo bist du? Ich finde ehrlich gesagt nur so halb schlimm, dass du weg bist.“ Auf einmal erschien ein weiteres Wesen. Dann ist nichts passiert und dann ist sehr viel passiert. Kasimir war wieder da, Uwerkja jedoch war fort. „Mama, Mama, wo bist du? Ich suche dich.“ Kasimir war 13 Jahre alt. Er wirkte verzweifelt, dann fand er seine Mutter. Darauf ist er nach Hause gegangen und sein Vater und seine Mutter waren gut. Zusammen haben sie Mittag gegessen. „Ich gehe jetzt in mein Zimmer!“ Das waren die letzten Worte, die Kasimir an diesem Tag aussprach. Nachdem Kasimir aus dem Fenster gesprungen war, er hatte es nicht überlebt, bildete sich eine große Traube an dem Unfallort. Nach dem die Traube weg war, waren seine Eltern sehr traurig. Luther, Kasimirs Vater, bemerkte, dass der Tod immer das Ende eines Lebens ist. „Wer tot ist, ist tot. Und zwar für immer.“ Kasimir kam wieder und lachte seinen Vater aus. Kasimir war wieder auf dem Friedhof, wieder der Spaten in der Hand, wieder mit seiner Mama Uwerkja. „So kleiner Sonnemann, wir müssen das Grab von deiner Urtante umgraben und neu gestalten, die Friedhofsverwaltung macht ordentlich Druck in letzter Zeit.“ Kasimir gestaltete das Grab neu. Die Geräusche, die dabei zu hören waren, waren Geräusche, die man immer hört, wenn ein Grab neu gestaltet wird. Als Kasimir und seine Mama fertig waren mit der Verschönerung des Grabes, schauten sie sich erfreut an. Die Urtante konnte sich nicht zum Grab äußern. Dann erzählten Kasimir und Uwerkja Luther vom neuen Grab. Sie waren zu Hause, dann waren sie zu dritt am Grab. „Ja, schön ist das. Und ihr meint, dass die Friedhofsverwaltung das in Ordnung findet?“ fragte Luther. Kasimir schrie ganz laut: „Vielleicht, vielleicht auch nicht!“ Dann waren alle drei weg. Die Urtante äußerte sich nun doch: „Ja, ich finde das Grab gut. Sehr gut!“
Alle vier, Kasimir, Uwerkja, Luther und die Urtante waren zufrieden.

von Frantz Mahlenhaff

Kommentare:

Rond Freibremmer hat gesagt…

Sonderbar, ich glaube, ich kenne diese Geschichte irgendwo her...

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Das ist sehr gut möglich, Herr Freibremmer. Die Geschichte wurde am 13.09. beim KREM veröffentlicht.
Wahrscheinlich haben Sie sie gerade gelesen und jetzt fällt Ihnen natürlich auf, daß Sie die Geschichte kennen.

Ich lasse mal vorsichtshalber Grüße da :-)

Rond Freibremmer hat gesagt…

Stimmt, jetzt, wo Sie es sagen.

Hat Herr Mahlenhaff noch andere Geschichten oder gar Romane veröffentlicht?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Nein!

Christoph Teusche hat gesagt…

Fragen Sie das bitte nicht mehr!

Klemmer Sandt hat gesagt…

Sehr gut.

Klaus Zumklaus hat gesagt…

Sehr geehrte Damen und Herren,
kann man ihre Internetseite eigentlich auch als Buch erwerben? Ich habe keinen Computer zu Hause und lese doch so gern. Meine Frau hat schon im Buchhandel gefragt, aber dort hatte man keine Antwort auf diese Frage. Bitte schreiben Sie mir eine Antwort an

Zumklaus
Musterstr. 97
12345 Musterstadt

Das Porto werde ich Ihnen überweisen. Geben Sie bitte in Ihrem Brief Ihre Kontoverbindung an!

Freundlichst,

Klaus Zumklaus

Qualitätspolizei hat gesagt…

Sehr geehrte Redaktion DER KREM,
der "Qualitätspolizei" beobachtet die website derkrem.blogspot.de seit einiger Zeit und hat eine konsequente Qualitätsminderung festgestellt.
Wir sind keine echte Polizei, wir sind "nur" die "Qualitätspolizei" und haben deshalb keinerlei Macht.
Wir wurden 19982 von Fritzi Müller gegründet, der die Qualität sichern wollte. Leider haben wir wir nie Macht oder Gewalt gehabt, weswegen wir "nur" stille Beobachter des Qualitätsverfalls sind.

Christoph Teusche hat gesagt…

Liebe Leser, bitte nicht wundern,
Herrn Zumklaus' Adreßdaten wurden von uns anonymisiert. Bitte schreiben Sie KEINE Post an o.g. Adresse!

Sprachpolizei hat gesagt…

Liebe Qualitätspolizei,
Sie sind verhaftet! Wir sind Ihnen schon lange auf der Spur wegen chronisch falscher Satzstellung. Das kann so nicht weitergehen. Bitte folgen Sie uns!

Qualitätsfeuerwehr hat gesagt…

Sehr geehrte Redaktion DER KREM,
wir sind die "Qualitätsfeuerwehr". Wir sind immer vor Ort, wenn ein Thema oder Artikel "zu heiß" ist. Wir waren neulich kurz davor, bei Ihnen zu erscheinen, als Sie den "Kauf-Schon"-Artikel veröffentlicht haben. Zum Glück hat Heinz, unser Führer :-) den Artikel zuende gelesen und Entwarnung gegeben.

Christoph Teusche hat gesagt…

Inwiefern unterscheidet sich Ihr Aufgabengebiet von dem der Qualitätspolizei? Ich blicke da gerade nicht ganz durch ...

Arsch-Sprachpolizei hat gesagt…

Die "Sprachpolizei" ist nicht echt! Folgen Sie ihr nicht! Wir, die "Arsch-Sprachpolizei", sind die echte "Arsch-Sprachpolizei"

Qualitätsfeuerwehr hat gesagt…

Das ist doch alles bloß metaphorisch. Herr Teusche, sind Sie dumm? Sind Sie so eins von diesen völlig degenerierten Opfern?
Schaut so aus...

Frantz Mahlenhaff hat gesagt…

Hat noch irgendjemand von den hier Kommentierenden einen Sinn für meine Geschichte?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Wieso in aller Welt müssen alle Christoph Teusche immer demütigen und beleidigen?
Christoph ist weder dumm noch degeneriert. Diese Formulierungen sind wirklich widerlich und nicht mehr hinnehmbar.

Christoph ist vielleicht kein perfekter Mensch, er ist vielleicht sogar ein ziemlich verschrobener Kerl, aber so richtig nett ist er auch nicht.

Christoph, hör nicht hin. Ihre Stimmen verhallen, deine nicht!

Qualitätsfeuerwehr hat gesagt…

Christoph Teusche, Journalist und Arschloch (1963-2013) hahaha.
Wir trauer sehr, aber nicht um ihn.

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Jetzt reicht es!!!!!
Ich werde jetzt Anzeige erstatten, bei der ECHTEN Polizei.
So etwas lassen wir uns hier nicht mehr bieten.

So, erstmal 110 wählen.

Polizei hat gesagt…

Ja hallo, hier ist die ECHTE Polizei. Wie kann ich Ihnen helfen?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Guten Tag, mein Name ist Rüdiger Fahrenschon, ich würde Anzeige erstatten, gegen die so genannte "Qualitätsfeuerwehr".
Diese hat einen "Freund" von mir auf übelste beschimpft.

Polizei hat gesagt…

Aha aha aha...
Das klingt nach einem echten Straftatbestand, wir werden uns darum kümmern. Wie heißt denn der Beschimpfte?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Christoph Teusche

Polizei hat gesagt…

"Christoph Teusche", ist notiert. Und wie sah die Beschimphung im einzelnen aus?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Herr Teusche wurde als "dumm" und "degeneriert" bezeichnet, außerdem hat die "Qualitätsfeuerwehr" ein fiktives Todesdatum für Herrn Teusche benannt. Da haben bei mir natürlich sofort die "Alarmglocken" :-) geschlagen.

Polizei hat gesagt…

Okay, wir haben alle Daten aufgenommen und werden nun ermitteln. Wo befindet sich denn zurzeit das Opfer der ganzen Geschichte? Besteht die Gefahr, dass er sich etwas antut?

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Christoph ist gerade im Baumarkt, weil er sich ein neues Klo kaufen möchte. Ich denke nicht, dass er selbstmordgefährdet ist. Dennoch leidet er unter den ständigen Beschimpfungen natürlich.

Polizei hat gesagt…

Dann machen wir uns jetzt auf den Weg. Herr Fahrenschon, Sie sind ein guter "Freund"

Hftschk (Aufleggeräusch des Telefonhörers)

Polizei hat gesagt…

Tatü tata, tatü tata...

Anonym hat gesagt…

Die Polizei kommt bei der "Qualitätsfeuerwehr" an.

Polizei hat gesagt…

"Ding Dong"
Hier ist die Polizei, öffnen Sie bitte die Tür.

Qualitätsfeuerwehr hat gesagt…

Warum? Weshalb sind Sie hier?

Polizei hat gesagt…

Sie stellen keine Fragen. Tür auf oder wir rammen die Tür ein

Qualitätsfeuerwehr hat gesagt…

Versucht es doch, ihr Spackos :-) :-)

Polizei hat gesagt…

Ach Scheiße, jetzt haben wir so gedroht, können aber die Tür gar nicht eintreten, weil wir uns das nicht trauen und weil wir das auch gar nicht dürfen. Wir gehen jetzt vllt besser einfach wieder...

Und diese Beschimpfungsgeschichte mit dem Teusche lassen wir vllt einfach unter den Tisch fallen. Wir sagen einfach, dass das wegen Belanglosigkeit nicht durchsetzbar war. Ja, so machen wir das hahahahaha...

Anonym hat gesagt…

So fuhr der Streifenwagen unverrichteter Dinge wieder weg.

Fernz Smiller hat gesagt…

Was für eine Geschichte?

Christoph Teusche hat gesagt…

Hören Sie auf, uns zu belästigen! Allesamt!

Ditter Kohtwoche hat gesagt…

genau :-)

Genne von van Hugengk hat gesagt…

Was habt ihr denn für Scheißnamen, mit Verlaub.
Das geht ja mal gar nicht. Fernz und Ditter, so würde ich ja nicht mal irgendwelche Leute nennen...

Frantz Mahlenhaff hat gesagt…

Ich werde nie wieder beim KREM veröffentlichen!

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Liebe Kommentierer_innen,
natürlich freut mich diese rege Diskutierfreudigkeit, dennoch muss ich einmal darauf hinweisen, daß die Kommentarfunktion unter diesem Artikel langsam ausgelastet ist und deshalb bitte das Schreiben von Kommentaren eingestellt wird.

Für die Redaktion, R. Fahrenschon

Kommentarfunktion hat gesagt…

Das stimmt, ich bin wirklich gerade am Ende. Bitte lasst mich ein paar Stunden verschnaufen, dann kann es von mir aus weitergehen.

KREMfreund_01 hat gesagt…

kuck dich mal an

KREMfreund_02 hat gesagt…

Fällt dir nichts besseres ein, KREMfreund_01?
Arm, ganz schön arm...

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