Freitag, 12. Juli 2013

Redaktionspraktikum

Der (14-Jährige) Maik Weichbrodt hat bei uns ein Grundschulpraktikum gemacht. Sie fragen sich vielleicht: Wozu ein Grundschulpraktikum? Das war auch unsere erste Reaktion. Lesen Sie nun den Text von Maik, wie er die Woche bei uns erlebt hat. Die Orthographie haben wir liebevoll und sorgfältig angepaßt.

Hallo ich bin Maik. Ich gehe in die 9a in der Horst-Wesel-Grundschule in Wessel. Meine Lehrerin heißt Frau Finke. Mein bester Kumpel heißt Ole. Mein zweitbester Kumpel heißt Joschua. Mein drittbester Kumpel heißt Peter. Wir haben zwei Peters in der Klasse. Aber der eine ist nicht mein Kumpel.
Jetzt erzähle ich euch von meinem Praktikum bei der Zeitung. Am ersten Tag habe ich Herr Teusche zugeguckt, wie er im Internet was gesucht hat. Und dann bin ich zu einer Frau mit einem komischen Namen gegangen (Anm. d. Red.: Es handelt sich nach unseren Recherchen um Aygül Yıldırım). Die hat mir gezeigt, wie man einen Papierflieger baut. Dann hatte ich frei. Am nächsten Tag war ich bei Herr Fahrenschon, der hat auch was im Internet gesucht. Der hat mir dann gezeigt, wie man im Internet Infos findet. Er meinte, daß Wikipedia das allerwichtigste ist für einen Zeitungsredakteur. Da steht nämlich schon alles, man muss es nur noch raussuchen. Und dann war ich bei Herr Ruska, und der hat gesagt, wie man Werbung macht. Das war langweilig. Und dann war ein Fest, weil Herr Teusche Geburtstag hatte. Aber die meisten sind nicht hingegangen. Herr Ruska hat gesagt, daß Herr Teusche ein „Sackesicht“ ist oder so ähnlich. Weil mein Papa vergessen hat mich abzuholen, musste ich den ganzen Abend auch da sein. Herr Teusche hat ganz viel Wein getrunken und mir ganz viel erzählt warum er so traurig ist und daß er gar nicht so viel trinken kann wie er heulen möchte und so. Und daß seine frühere Frau ganz ganz doof ist, seit sie mit diesem Joachim zusammen ist. Dann hat er gekotzt und mein Vater hat mich dann um 23 Uhr abgeholt. Am nächsten Tag war ich bei Herr Vöhlmann, dem Anwalt von der Zeitung. Der hat sein Büro im Keller. Der hatte ganze viele Bücher und Ordner in seinem Zimmer. Herr Vöhlmann war ganz ekelig, der hat die ganze Zeit Leberwurstbrötchen gegessen (Anm. der Redaktion: Jochen Vöhlmann ist ein regelrechter Leberwurstliebhaber :-) und mir dann immer über den Kopf gewuschelt. Außerdem hat er beim reden immer ganz viel gespuckt, das musste ich dann immer wegwischen. Am letzten Tag war ich noch bei ich noch in der Sport-Abteilung. Das hat mir Spaß gemacht. Und dann hat Herr Lüwers mit mir Fußball gespielt. Herr Teusche wollte auch mitspielen, aber da hatte Herr Lüwers keine Zeit mehr und dann hatte Herr Teusche doch keine Lust mehr.
Insgesamt finde ich, daß es interessant war. Nach der Schule will ich auch bei einer Zeitung sein. Aber ich will nicht „Sackesicht“ werden, weil einen dann keiner mehr mag.

Kommentare:

Christoph Teusche hat gesagt…

... an dieser Stelle mal ein herzliches "Hallo" in die Runde! Ja, ich bin zurück, und was soll ich sagen: Es ging mir nie besser als heute! Im Krankenhaus hat man mich noch mal richtig durchgecheckt nach meinem kleinen Fauxpas (die Stiftung "Gegen das Vergessen" hat nun tatsächlich Klage eingereicht), und es wurde doch so einiges entdeckt, vor allem ein Hirntumor, der auf der Maggifixa maxima lag, also dem Zentrum im Hirn für guten Journalismus. Nach der OP fühlte ich mich wie neugeboren! Vorbei die Zeiten des verhaßten Chefs, jetzt wird RICHTIG durchgestartet! Ich freu mich, und Sie freuen sich auch!

Anonym hat gesagt…

schade, dass du nicht tot bist!

Anonym hat gesagt…

ja, da kann ich meinem vorredner nur zustimmen.

Christoph Teusche hat gesagt…

Friede sei mit euch!

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Schön, dass du wieder "so richtig" da bist.
Es ging hier wirklich drunter und drüber, als du im Krankenhaus lagst. Viele Kollegen haben zwar gesagt, dass sie richtig gut finden, wenn du krank bist. Aber nach einigen Gesprächen meinten sie dann, dass du wieder kommen könntest, weil du ja der Chef bist (und die zweiten 51% am Verlag hälst). Und heute früh fragte mich Malte nach dir. Ist das nicht schön? Er wollte zwar nur Geld haben, das du ihm anscheinend schuldest und dass er dich fertig macht, wenn du es ihm nicht gibst...
Du siehst, wir haben dich alle vermisst!

Anonym hat gesagt…

Sterben soll das Schwein!

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Jetzt hört doch wirklich mal auf, was soll denn das?

Rass Mermen hat gesagt…

äh, 14 und noch auf der Grundschule? wie geht denn das?

KREMfreund_01 hat gesagt…

kuck dich mal an dan weist du wie es geht

Christoph Teusche hat gesagt…

Laß nur, Rüdiger! Den Zorn kann man nur mit Liebe bändigen! Ich wünschte nur, verehrter anonymer Kommentator, sie zeigten Flagge, so daß wir uns auf Augenhöhe begegnen können. Christus spricht: Wer anonym schreit, dessen Ruf wird verhallen. Es lohnt sich, darüber nachzudenken!

KREMfreund_02 hat gesagt…

@Rass Mermen: Naja, es gibt so einige Lücken in unserem Bildungssystem, die so etwas zulassen. So kann z.b. vorkommen, dass der Vater eines Grundschülers gleichzeitg Hausmeister in der Grundschule ist. Und wenn dieser dann immer wieder seinen Sohn anschwärzt (er hat auch Zugriff auf alle Akten durch seine vielen vielen Schlüssel), natürlich nur aus Elternsorge, um seinen Sohn in seiner Reichweite zu behalten, dann ist so ein Fall schon möglich. Der Junge bleibt dann wieder und wieder sitzen. Es gab schon Fälle, wo Grundschüler 21 waren, nur weil ihr Vater an der Grunschule Hausmeister und besorgt war.

@KREMfreund_01: Schon mal was von Respekt gehört? Ich bitte dich, haben wir KREMfreunde denn das nötig?

Rass Mermen hat gesagt…

Achso, ich verstehe. Danke KREMfreund_02 :-)

Franziskus I. hat gesagt…

christoph teusche è ora un credente? questo è davvero follemente grande. Io sono il papa e ho un sacco di divertimento. Se potessi volare con le mie vesti bianche. ma che non funziona, quindi ho solo trovare grandi che Christoph teusche ora uno di noi.

Christoph Teusche hat gesagt…

Padre fretta, così è! Ho visto cose che non ho potuto vedere prima. E 'l'in-the-mani-applausi! Grazie, papà, padre, marito della madre, il figlio dei nonni!

Franziskus I. hat gesagt…

quello che hai visto? avete sicuramente preso droghe, è homo principe! Riesco a vedere bene, ma se qualcuno vede le cose che non ha visto in precedenza, poi si prende la droga. e che è vietata. Il Papa vi odia!

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Ich meine mich entsinnen zu können, daß ich dich schon mal darauf hingewiesen habe, daß du hier Deutsch zu sprechen hast. Ansonsten werde ich deine Kommentare löschen, verstanden?
Und Christoph, lass dich gar nicht erst auf diesen Idioten ein, das ist verschenkte Zeit!

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

:-)

Christoph Teusche hat gesagt…

Danke, Rüdiger! Langsam bezweifle ich auch, daß es sich um den echten Papst handelt ...

Rüdiger Fahrenschon hat gesagt…

Dass es der echte Papst ist, bezweifle ich gar nicht. Aber dieses "Italienisch" macht mich völlig irre. Außerdem hieß mein Heimatkundelehrer in der Grundschule auch Franziskus I. und der hatte mich auf dem Kieker, das glaubst du gar nicht.

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